Symphony No. 6

Sinfonie Nr. 6 (2004/07)

The sketches shown below are directly related with the seven movements of the symphony no. 6. All the drawings are made from memory. To see them enlarged click onto the picture. There are three islands Werd (Werdinseln) in  the middle of the Rhein near Stein am Rhein (Switzerland). The one we (Doris and I) always visited is the most down-stream. This island is under preservation of natural beauty and wild life. But in order to get there one has either to swim or must take a boat. Since the Rhein from the Bodan lake (Bodensee) till the Rhein fall is not regulated the water-level may vary considerably. In summer time the water-level is high and the current strong.

And now to the first movement I. Swan family (Schwanenfamilie), Andante. Swans normally don’t attack swimmers they move imperceptibly slow sideward. But during their season of heat the males can be very aggressive. A men told us that he observed once a male swan killing another one. Watching swans starting and landing are impressive spectacles. But what  have these swans to do with the symphony? On the drawing (below) there are all the instruments listed I wanted to use. I never draw notes on five-line staves I use signs (c, des, c, …) as those above the drawing which denote some musical ideas for this movement. With the aide of the mouse, the keyboard and my program ScoreEd4 I am able to place these signs (c, des, c, …) as notes at the right place in the score. ScoreEd4 cannot play the score. Then I go back to the piano or Clavino and play the notes from the score, correct errors or change something and continue to work out the score. Here is the completed beginning of the  first movement: Sin6101.GIF.

II. Mallards (Stockenten), Andante. These ducks are well known. There were lots of them around the island: females with their tiny ducks, males scaring away other males. They fly fast and often in formations like military aircrafts.

III. Great crested grebe (at least I found this in the dictionary, in German: Haubentaucher), Allegretto. Contrary to the swans and mallards they feed on fish and are very good divers. Once we observed such a grebe coming up with a fish in his beak. He tried to turn the fish in the air such that he comes down head first. Swimming down the Rhein from the Island in order to get back from were we came we often made a break on the warm stone stairs in front of the monastery St. Georgen (Stein am Rhein). There we met our fishing friend. The drawing shows the other side of the Rhein (or what was left in the memory!) seen from the stairs.

IV. Eel (Aal), Misterioso. Underneath a bunch of algae (Armleuchter Algen) we saw something like the tail of a snake. Coming closer we saw an eel rushing out from underneath the bunch. In 2003 the water of the Rhein was too warm for the eels: 27 degree celsius. Some eels died.

V. Pompilidea, Allegro vivace. The females of the spider wasps as they are commonly called hunt spiders as a host for feeding their larvae. Nature can be really cruel: that’s why I use the latin name. A hunting wasp runs and flies at the same time uphill and down dale, very nervously, making abrupt little breaks.

VI. Island Werd (Insel Werd), Lento. Sitting on warm stones at the border of the island we had the feeling to be on a Robinson island.

VII. Beaver (Biber), Allegro. We didn’t see any Beavers only the trees they brought down and the chips they left: about 6 cm long, 3 cm broad and 0.5 cm thick in the middle. “Beavers” was our first very impressing IMAX film. 

Playing time of the symphony is about 50 minutes. Instrumentation: see Sin6101.GIF  or List of Works.

Die Skizzen oben beziehen sich auf die sieben Sätze der Sinfonie Nr. 6. Von den drei Werd Inseln besuchten wir (Doris und ich) jeweils die unterste und zuweilen auch die mittlere der Inseln. Beide Inseln stehen unter Naturschutz. Um dorthin zu gelangen, muss man entweder schwimmen oder ein Boot nehmen. Da der Rhein vom Bodensee bis zum Rheinfall nicht reguliert ist, kann der Wasserstand stark variieren. Im Sommer ist das Wasser am höchsten und die Strömung am stärksten.

Und nun zum ersten Satz: Schwanenfamilie, Andante. Schwäne attackieren Schwimmer normalerweise nicht. Sie schwimmen unmerklich langsam seitwärts. Während der Brunst und Brutzeit können die Männchen ihresgleichen gegenüber sehr aggressiv sein. Unser Sitzplatz auf einem Stein am Ufer der Insel war ein idealer Ort, um das Leben auf dem Wasser zu beobachten. Einen Schwan starten und landen zu sehen, ist ein eindrückliches Spektakel. Aber was haben die Schwäne mit der Sinfonie zu tun? In der Zeichnung im Bild I sind alle Instrumente aufgelistet, die ich für die Sinfonie zu gebrauchen dachte. Ich notiere die Musik fast nie als Noten auf Notenlinien, sondern schreibe sie als eine Reihe von Zeichen (c, des, c, ...) wie sie oben auf der Zeichnung (Bild I) zu sehen sind: Motive für den Beginn des ersten Satz. Mit Hilfe der Maus, der Tastatur und meinem Computer Programm: ScoreEd4 setze ich die Zeichen c, des, c, ... als Noten an die richtigen Stellen der Partitur. ScoreEd4 kann die Partitur nicht spielen. Dann gehe ich zurück ans Klavier oder Clavino und spiele die Noten von der gedruckten Partiturseite, korrigiere sie und arbeite weiter an der Partitur. Die fertige erste Seite des ersten Satzes der Sinfonie Nr. 6 ist hier zu sehen: Sin6101.GIF.

II. Stockenten, Andante. Da gab es viel zu beobachten: Enten mit ihren putzigen Entchen, Enteriche die ihren Konkurrenten nachjagen. Diese Enten fliegen mit schnellem Flügelschlag und oftmals in Formationen ähnlich jenen von Jagdflugzeug Staffeln.

III. Haubentaucher, Allegretto. Im Gegensatz zu den Schwänen und den Stockenten, fressen Haubentaucher Fische. Einmal beobachteten wir einen, der mit einem Fisch im Schnabel auftauchte. Er drehte den Fisch in der Luft so lange, bis er mit dem Kopf voran im Schnabel steckte. Um wieder an den Startort zurück zu kehren, schwammen wir von der Insel rheinabwärts zum Kloster St. Georgen (Stein am Rhein), wo wir dann meist eine Pause auf der warmen Steintreppe, die vom Kloster direkt ins Wasser führt, einlegten. Da sahen wir unsere Ente wieder am Tauchen. Die Zeichnung zeigt (von der Treppe aus gesehen) das gegenüberliegende Ufer (oder was davon in der Erinnerung blieb).

IV. Aal, Misterioso. Unter grünen Armleuchter Algen sahen wir so etwas wie den Schwanz einer Schlange hervorstehen. Als wir näher kamen, jagte plötzlich ein Aal auf der anderen Seite der Algen davon. Im Jahr 2003 war das Wasser des Rheins zu warm für die Aale: 27 Grad Celsius. Viele Aale starben.

V. Pompilidea, Allegro vivace. Die Weibchen dieser Wespenart jagen Spinnen die sie dann zur Aufzucht der Larven verwenden. Die Natur kann schrecklich sein: deshalb verwende ich hier den lateinischen Namen. Wenn die Wespe jagt, dann fliegt und rennt sie, ruckweise nervös über Stock und Stein.

VI. Werd Insel, Lento. Auf den warmen Steinen am Ufer der Insel sitzend, hatte wir das Gefühl, uns auf einer Robinson Insel zu befinden.

VII. Biber, Allegro. Wir haben keine Biber auf der Insel gesehen, nur die Bäume, die sie umgelegt und die Späne, etwa 6 cm lang, 3 cm breit und in der Mitte etwa 0.5 cm dick, die um die Arbeitsstelle herum lagen. “Biber” war unser erster sehr eindrücklicher IMAX  Film.

Spieldauer etwa 50 Minuten. Instrumentation siehe: Sin6101.GIF  or List ofWorks.

Die Partitur ist fertig, die Orchesterstimmen fehlen noch. 

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© Josef Heinzer 2012