Symphony No. 4

Sinfonie Nr. 4 (1995/98)

My father was cabinet maker in his own work shop. When we had to quit our apartment in Stein am Rhein, my father simply built his own house (see picture below, the house to the right). Perhaps one or two times during the year, he packed up his oil-colors, his canvases and other utilities and disappeared for several days. He then came back with paintings like those shown here. Most of them were painted in the environment of Stein am Rhein.

The six movements of the symphony no. 4 are:

I. Mühliweiher, Andante (see beginning of the first movement: Sin4101.GIF. When we were children we often played near the border of the pond (see picture below). In spring time we could watch lots of tadpoles and may be in Summer time a ring-snake. We were terribly afraid of the water but not because of the water itself but because of the  crayfishes living there. Today they are all gone.

II. Bach im Wald, Andante. I did not yet find the place where my father made the painting below. It is difficult to get there. Afterwards the brook flows through Kaltenbach near Stein am Rhein.

III. Scherzo, see painting with the two houses (left: workshop, right: residence). Allegro vivace - Andante  - Allegro vivace (repetition).

IV. Im Wald, Adagio. Looking at the painting “Im Wald” I imagined somebody walking along the path engulfed in deep thoughts, but suddenly something else arises and he keeps thinking in new tracks then he falls back to his earlier thoughts.

V. Am Rhein, Allegro moderato. I ordered the painting “Am Rhein” with the monastery Sankt Georgen from my father (1972). There is a stairway leading from the monastery directly into the Rhein. The stairs ending in the Rhein can only be attained by swimming. Already as a boy (I grew up in Stein am Rhein) I estimated the wind protected place for letting me warm up by the sun. In addition one has a wonderful sight onto the Rhein and everything what happens there.

VI. Hegauvulkane, Allegro (see last painting). Volcanoes have already fascinated me a long time ago . Two times I dealt musically with volcanoes: Piano trio no. 1, last movement, Caldeiras, Grave and piano trio no. 2, last movement, La Soufrière (volcano on Guadeloupe), Lento. Today the Hegau volcanoes are supposed to be extinguished, but not in my music.

Recording of the symphony no. 4 see CDs.

For a review of the Symphony No. 4 see http://www.classicalmusicsentinel.com/keep-H.html

Mein Vater, Peter Heinzer, war Schreinermeister, . Als uns in der Stadt Stein am Rhein die Wohnung gekündigt wurde, baute mein Vater kurzerhand sein eigenes Haus (siehe III. Scherzo, das Haus rechts) ganz allein (ausser dem Fundament, das von einer Baufirma erstellt wurde, und den elektrischen und sanitären Installationen). Die Holzelemente, die er für den Bau brauchte, fertigte er schon Jahre vorher in der alten Werkstatt in der Stadt an. Sobald es die Zeit wieder einmal zuliess, hiess es, heute machen wir Klötze. Wir älteren Kinder halfen kräftig mit zwischen Bergen von Hobelspänen und Sägemehl (da gab es noch keine Staubabzüge). Bald begann meine Möbelschreinerlehre beim Vater, erst in der alten Werkstatt, dann, noch im ersten Lehrjahr, bauten Vater und ich die neue Werkstatt (siehe III. Scherzo das Gebäude links, das an das Wohnhaus anschliesst). Erst hoben wir ein drei Meter tiefes Loch aus (mit Pickel, Schaufel und Karrette!). Wand für Wand betonierten wir, mussten aber Sorge tragen, dass uns die Erdwände nicht einbrachen. Mein Vater zog die Backsteinmauern hoch, ich war zuständig für den Nachschub von Backsteinen und Mörtel. Am Wochenende kamen manchmal Freunde und halfen uns, wenn grössere Mengen an Beton benötigt wurden (Beton und Mörtel  wurden mit hin und her schaufeln gemischt). Ein Nachbar hatte die Wände verputzt. Unser einziges Hebewerkzeug: ein Flaschenzug.

Vielleicht ein oder zweimal im Jahr packte mein Vater seine Oelfarben, Leinwände und sonstigen Malutensilien ein und verschwand für ein paar Tage. Zurück kam er mit fertigen Bildern (siehe auch die Bilder I bis VI), die er meist in der Umgebung von Stein am Rhein gemalt hatte.

Die Bildlegenden sind zugleich die Titel der sechs Sätze der Sinfonie Nr. 4. Als Kinder spielten wir oft am Mühliweiher; im Frühling gab es Kaulquappen im Sommer etwa eine Ringelnatter zu beobachten. Nur vor dem Wasser hatten wir einen riesigen Respekt, nicht wegen dem Wasser selbst, sondern wegen den Flusskrebsen. Heute gibt es keine mehr.

Den genauen Standort, wo mein Vater das Bild II “Bach im Wald” gemalt hatte, habe ich bis jetzt noch nicht gefunden, der Ort ist schlecht zugänglich. Der Bach fliesst nachher durch Kaltenbach (Dorf südlich von Stein am Rhein).

Bei Bild III habe ich schon einiges erklärt. Die Tempobezeichnungen des Satzes sind Allegro vivace - Andante (zum Teil nachdenklich) - Allegro vivace (Wiederholung). Das Nachdenkliche bezieht sich vermutlich auf die Vergangenheit, das Allegro vivace auf die Arbeit? So schnell haben wir gar nicht gearbeitet.

Beim Bild IV “Im Wald” dachte ich mir, ein Mann geht in Gedanken versunken den Waldweg entlang, dann plötzlich fällt ihm etwas anderes ein. Er befasst sich mit diesen neuen Ideen eine Weile und fällt dann wieder in den alten Tramp.

Das Bild V “Am Rhein” mit dem Kloster Sankt Georgen (Stein am Rhein) hatte ich beim Vater bestellt (1972). Beim Kloster gibt es eine in den Rhein endende Treppe, die man aber nur schwimmend erreichen kann. Schon als Knabe (ich bin in Stein am Rhein aufgewachsen) schätzte ich die windgeschützten Treppenstufen um sich von der Sonne wieder aufwärmen zu lassen. Zudem hat man eine wunderbare Uebersicht auf alles, was auf dem Rhein passiert.

Vulkane haben mich schon immer fasziniert (siehe letztes Bild VI). Zweimal habe ich mich schon in den Klaviertrios musikalisch mit diesen Naturgewalten befasst: im Klaviertrio Nr. 1, letzter Satz, GraveCaldeiras und im Klaviertrio Nr. 2, letzter Satz, LentoLa Soufrière (Vulkan auf Guadeloupe). Heute gelten die Hegauvulkane als erloschen, aber früher war das nicht so.

Auch dieses Werk wurde mit dem Radio Sinfonieorchester Pilsen vom 5. bis 8. März

2006 auf CD aufgenommen. Leitung: Christoph Rehli. Aufnahmeleiter: Antonín Bulka. Tonmeister: Michal Žák.

See review from Jean-Yves Duperron in "Classical Music Sentinel, Always on the Lookout for Best Recordings": http://www.classicalmusicsentinel.com/keep-H.html


The full score as well as all the parts for the orchestra are ready.


Contact me

© Josef Heinzer 2012